Juso-Hochschulgruppe Göttingen
 
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Pressemitteilungen
Juso Hochschulgruppe fordert studentische Partizipation bei der Planung des Studien- und Lehrzentrums

Wie die Universität Göttingen in ihrer Pressemitteilung vom 19. Juli mitteilt, wird zum Wintersemester 2010/11 ein vollständig aus 8 Millionen Euro Studiengebühren finanziertes Studien- und Lernzentrum entstehen. Die Juso Hochschulgruppe befürwortet zwar generell die Schaffung weitere Gruppenarbeitsplätze und die Förderung kooperativer Lehr- und Lernformen, lehnt jedoch den Bau des Zentrums aus Studiengebühren ab.

 

Trotz starker Bedenken respektiert die Hochschulgruppe die von der der akademischen Selbstverwaltung getroffene Entscheidung, die auch unter Mitwirkung von Studierendenvertretern getroffen wurde. Die Studierendenschaft muss jedoch auch weiterhin aktiv an der Planung des Zentrums eingebunden werden. Da die Studierenden selber am besten wissen, welche Ausstattung des Zentrums ihren Bedürfnissen entgegen kommt, sollten sie ausreichend an der Planung beteiligt werden. Das Mitglied der Juso Hochschulgruppe Christopher Maier stellt dazu fest: „Wir fordern daher ein transparentes, offenes und demokratisches Verfahren bei der Planung des

Studien- und Lernzentrums. Die endgültige Entscheidung über einen Architekturentwurf muss in den Händen der Studierendenschaft liegen! Daher fordern wir eine öffentliche Diskussion und eine Abstimmung der Studierendenschaft über den besten Entwurf.“

 

Die Hochschulgruppe hat sich bereits in der Vergangenheit klar gegen die Finanzierung neuer Bauten der Universität durch Studiengebühren positioniert. Der Bau neuer Lern- und Lehrorte fällt ihrer Meinung nach klar in den Zuständigkeitsbereich der Universität und darf nicht durch die Zwangsgebühren subventioniert werden.

 

Die Lernlandschaft in dem ebenfalls aus Studiengebühren finanzierten Verfügungsgebäude wird von den Studierenden kaum angenommen. Daher bestehen Zweifel, ob von Seiten der Studierenden ein Bedarf an mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen besteht. Diese konnten auch durch die durchgeführte Umfrage nicht ausgeräumt werden.

 

Desweiteren plant die Bibliotheksverwaltung derzeit einen eigenen Ausbau der SUB, der auch der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen dienen soll. Die Juso Hochschulgruppe hat eine engere Absprache und Abstimmung zwischen Bibliotheksumbau und Studienzentrum  angeregt, der jedoch nur teilweise nachgekommen wurden.

 

 

Pressemitteilung vom 25.7.2010


Kein Vergeben, kein vergessen!

„Die Juso-Hochschulgruppe Göttingen (Juso-HSG) zeigt sich schockiert über die Schändung der Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora „Zwangsarbeit für den Endsieg“. Am Ostersamstag entdeckten MitarbeiterInnen der SUB die mutwillige Beschädigung der Ausstellung und beendeten diese heute vorzeitig mit einer Kundgebung vor der Uni-Bibliothek. Schon in den Tagen zuvor wurden rechtsextremistische Einträge im Gästebuch der Ausstellung gefunden.

 

Für die Juso-HSG sind diese neuerlichen rechtsextremistischen Vorfälle am Göttinger Campus nicht länger hinnehmbar. So kam es bereits in den vergangenen Monaten zu rechts-motivierten Übergriffen. Die Juso-HSG reagierte bereits mit der Forderung nach einem AstA-Referat für „Demokratie und Antifaschsistische Arbeit“, welches allerdings von der Mitte-Rechts-Koalition im Studierendenparlament abgelehnt wurde. Rechtsextremistische Ideologie und Gewalt haben jedoch auf keinem Campus etwas zu suchen. Der Göttinger AStA darf seine Augen nicht länger vor der zunehmenden Gewalt von Rechts verschließen. Es muss jetzt gehandelt werden. Wir erneuern unsere Forderung nach einem „Referat für Demokratie und Antifaschsistische Arbeit“, welches Veranstaltungsreihen zu politischer Bildung und Antifaschismus anbietet und sich aktiv im Bündnis gegen Rechts und anderen Aktionen gegen Faschismus und für Demokratie beteiligt. Auch die Juso-HSG wird sich noch aktiver als schon bisher im Kampf gegen Faschismus einbringen.“

 

Anmerkung:

 

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (AsJ-HSG) unterstützt die Forderungen der Juso-HSG und sieht den Kampf gegen Faschismus als eine weiterhin wichtige Aufgabe an. Von der Stadt Göttingen werden mehr Mittel und ein stärkeres Engagement für Jugendarbeit gegen Rechtsextremismus gefordert, ist gerade hier Aufklärung besonders wichtig.

 

PM der Juso-Hochschulgruppe Göttingen zu der Schändung der Zwangsarbeitenden-Ausstellung in der Göttinger SUB

Göttingen, den 06.04.2010

 


Brief an die CDU als Reaktion auf ein RCDS-Plakat

Die Juso-Hochschulgruppe Göttingen zeigt sich empört über die sexistische Art und Weise, in der der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) um die Gunst von Wählern (bewusst nicht entgendert) wirbt. Der Studierendenverband der CDU wirbt bei den Hochschulwahlen an der Universität Göttingen mit einem Plakat, auf dem zwei lasziv dahingleitende Frauenbeine in Netzstrümpfen und dazu die Überschrift „Für eine attraktivere Hochschule…“ zu sehen sind.

Die Reduzierung der Frau auf ihre körperlichen Reize vermittelt ein Bild, welches der Hälfte der Göttinger Studierendenschaft jegliche politische Befähigung abspricht. Diese vom RCDS propagierte Ansicht lehnt die Juso-Hochschulgruppe entschieden ab. Es zeigt sich einmal mehr, dass das Thema Gleichstellung nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat. Deshalb wurde bereits auch eine Beschwerde bei der Gleichstellungsbeauftragten der Universität eingereicht.

 

Pressenmitteilung vom 22.01.2010


Gleiche Bildungschancen für Alle durchsetzen!

Zu den bundesweiten Besetzungen von Hochschuleinrichtungen erklären Franziska Drohsel, Bundesvorsitzende der Jusos, und Erkan Ertan, Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

 

Der Bildungsstreik mit über 270.000 Demonstrierenden in diesem Sommer hat gezeigt, dass die in den letzten Jahren durchgeführten, drastischen Veränderungen im deutschen Bildungssystem nicht kommentarlos hingenommen werden. Leider hat sich seitdem außer bloßen Willenserklärungen der politischen Akteure nichts an der Situation verbessert. Die Besetzungen von Hochschuleinrichtungen in Münster, Potsdam, Heidelberg, Darmstadt und vielen weiteren Städten sind deshalb der folgerichtige Schluss der bisherigen Verweigerung, konkrete Verbesserungen der derzeitigen Situation herbeizuführen.

 

Die derzeitigen Proteste, die ihren Anfang an der Universität in Wien genommen haben, machen darauf aufmerksam, dass die Ökonomisierung von Bildung endlich gestoppt, die öffentliche Finanzierung aller Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Hochschule deutlich ausgebaut und die Bildung kostenfrei und mit gleichen Chancen für alle zugänglich gemacht werden muss. Um dies zu erreichen, fordern wir die Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren von der Kita bis zur Hochschule und eine Stärkung der demokratischen Mit- und Selbstverwaltungsstrukturen.

 

Wir solidarisieren uns mit den Studentinnen und Studenten, die derzeitig europaweit Hochschuleinrichtungen besetzen, und unterstützen sie in ihrer Forderung nach einem offenen, durchlässigen und gerechten Bildungssystem, das allen Menschen die gleichen Chancen auf Bildungserfolg bietet. Solange zentrale Elemente dieser Forderungen nicht umgesetzt werden, werden wir uns aktiv daran beteiligen, dass der Protest in seinen verschiedensten Formen weitergeht.

 

Pressenmitteilung vom 06.11.2009

 


Für eine neue, linke und starke SPD

Die Juso-Hochschulgruppe (HSG) Göttingen zeigt sich zutiefst erschüttert über das Ergebniss der SPD bei den Bundestagswahlen 2009. Der Verlust von elf Prozent bedeutet nicht nur den Wechsel in die Opposition,. er zeigt auch, dass die Wählerinnen und Wähler das Vertrauen in die Partei und darauf, dass Versprechen aus dem Wahlprogramm auch umgesetzt werden, verloren haben.

Schon in unserem Programm zur Wahl des Studierendenparlaments zu Beginn dieses Jahres forderte die Juso-HSG eine Rückbesinnung der SPD auf ihre traditionellen Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Weiter heißt es in dem Programm: „Die einstige Anwältin der kleinen Leute und Wortführerin der Mehrheit hat sich dem neoliberalen Diktat unterworfen. Dieser Wandel vollzog sich in höchstem Maße undemokratisch (...).“

Die SPD hat für diese Politik der vergangenen elf Jahre nun die Quittung von den Wählerinnen und Wählern erhalten. Ein „weiter so“ kann es auch aus unserer Sicht nicht geben.

 

Die Juso-HSG spricht sich deshalb ausdrücklich für einen umfangreichen Erneuerungsprozess, personeller und inhaltlicher Art, aus. Wir fordern auch weiter eine progressive Politik, die gleichzeitig unsere traditionellen Ideale nicht verwirft. Wir fordern, dass die SPD wieder für eine Demokratisierung in Partei und Gesellschaft einsteht, das neoliberale Diktat über Bord wirft und sich wieder konsequent dem demokratischen Sozialismus verschreibt.

Die Juso-HSG spricht sich desweiteren für eine gerechte Hochschulpolitik der SPD aus. Neben dem gebührenfreien Studium, fordern wir eine radikale Reform der BA/MA-Studiengänge, ein elternunabhängiges und existenzsicherndes BaföG, die Entökonomisierung der Hochschulen, umfangreiche finanzielle Unterstützung des Staates für die Hochschulen, weitreichende Mitbestimmungsrechte der Studierenden, eine bessere Bezahlung studentischer Hilfskräfte und des wissenschaftlichen Mittelbaus, sowie die Verzahnung von unabhängiger Forschung und Lehre.

 

Die Juso-HSG Göttingen will in den kommenden Monaten und Jahren mit Verantwortung dafür übernehmen, dass unsere Forderungen in einer neuen, linken und somit starken SPD fest verankert werden.

 

Pressemitteilung der Juso-Hochschulgruppe Göttingen zur Bundestagswahl 2009 - Göttingen, den 01.10.2009

 

 


Termine

11.09.2010: "Freiheit statt Angst"-Demo in Berlin (13Uhr Potsdamer Platz)

 

Jeden Donnerstag 20Uhr Mitgliederversammlung im AStA-Gebäude (Goßlerstr. 16a)


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